Winterblues entsteht selten von heute auf morgen. Meist entwickelt sich die gedrückte Stimmung schleichend, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen: weniger Tageslicht, weniger Bewegung, mehr Zeit in geschlossenen Räumen und oft auch eine einseitigere Ernährung. Genau deshalb ist Vorbeugung so wirkungsvoll. Wer frühzeitig kleine Routinen in seinen Alltag integriert, kann den Winterblues oft deutlich abmildern oder sogar ganz vermeiden.
Ein zentraler Punkt ist der bewusste Umgang mit Licht. Auch wenn der Himmel grau ist, lohnt es sich, täglich nach draußen zu gehen. Selbst diffuses Tageslicht wirkt stärker auf den Hormonhaushalt als jede normale Zimmerbeleuchtung. Ergänzend kann eine Tageslichtlampe helfen, besonders an Tagen, an denen kaum Sonnenlicht verfügbar ist oder der Alltag wenig Zeit für längere Spaziergänge lässt. Wichtig ist dabei weniger Perfektion als Regelmäßigkeit – lieber jeden Tag ein paar Minuten als seltene, lange Einheiten.
Ebenso entscheidend ist Bewegung, die nicht überfordert. Gerade im Winter setzen sich viele unter Druck, sportlich aktiv sein zu müssen, was schnell zu Frust führen kann. Dabei reichen oft sanfte Bewegungsformen wie Spaziergänge, Dehnübungen, Yoga oder leichtes Training zu Hause, um den Kreislauf zu aktivieren und Stress abzubauen. Bewegung wirkt direkt auf das Nervensystem und kann helfen, innere Unruhe und Antriebslosigkeit zu reduzieren.
Auch die Ernährung spielt eine größere Rolle, als vielen bewusst ist. In der dunklen Jahreszeit greift man häufiger zu schnellen, schweren Mahlzeiten, die kurzfristig sättigen, aber langfristig müde machen. Warme, nährstoffreiche Speisen, ausreichend Eiweiß, gesunde Fette und Mikronährstoffe wie Vitamin D, Magnesium und B-Vitamine können den Körper unterstützen. Eine stabile Versorgung hilft dem Organismus, besser mit Stress und Lichtmangel umzugehen.
Nicht zu unterschätzen ist außerdem die mentale Ebene. Winterblues wird oft dadurch verstärkt, dass wir weniger soziale Kontakte pflegen und uns zurückziehen. Kleine Verabredungen, Telefonate oder bewusste gemeinsame Zeit wirken wie emotionale Lichtquellen. Auch feste Abendroutinen, bewusstes Abschalten von Bildschirmen und kurze Entspannungsübungen können helfen, den Tag ruhig ausklingen zu lassen und den Schlaf zu verbessern.
Vorbeugung bedeutet nicht, alles auf einmal umzusetzen. Schon einzelne Veränderungen können spürbare Effekte haben. Wer aufmerksam auf die eigenen Bedürfnisse hört und früh reagiert, schafft eine stabile Basis, um gelassener, energiegeladener und mental ausgeglichener durch die Wintermonate zu kommen.

Was ist Winterblues?
Der Winterblues ist eine abgeschwächte Form der saisonalen Depression, die besonders im Herbst und Winter auftritt. Ursache ist der Lichtmangel: Weniger Sonnenstunden bedeuten mehr Melatonin (Schlafhormon) und weniger Serotonin (Glückshormon). Das Ergebnis ist Müdigkeit, Trägheit und oft auch schlechte Laune.
🌞 7 Tipps gegen Winterblues – mehr Licht, Energie & gute Laune
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Täglich Tageslichtlampe nutzen
Morgens 20–30 Minuten vor eine Lampe mit 10.000 Lux setzen (beim Frühstück/Lesen). Reguliert Melatonin & Serotonin. -
Rausgehen – auch bei Grau
Natürliches Licht draußen ist stärker als Zimmerlicht. 10 Minuten mittags wirken bereits spürbar. -
Bewegung einbauen
Spaziergänge, leichtes Yoga oder Tanzen heben die Stimmung und senken Stress. -
Wärmende, nährende Ernährung
Suppen, Porridge, Tee. Achte auf Vitamin D, B-Vitamine, Magnesium & Omega-3. -
Gemütliche Lichtinseln am Abend
Kerzen/Lichterketten statt grellem Blaulicht. Hilft beim Runterfahren und Schlafen. -
Soziale Kontakte pflegen
Treffen, Telefonate, kleine Aktivitäten – soziale Wärme wirkt stimmungsstabilisierend. -
Bewusst entspannen
Atemübungen, kurze Meditationen oder sanfte Routinen am Abend; optional Rotlicht zur Muskelentspannung.
💡 Tipp: Viele spüren schon nach wenigen Tagen mehr Energie. Probier die Routine konsequent 14 Tage aus und beobachte, was dir besonders gut tut.
Eine Tageslichtlampe kann helfen
Eine Tageslichtlampe simuliert natürliches Sonnenlicht. Dadurch wird dein Hormonhaushalt in Balance gebracht und deine Stimmung aufgehellt. Besonders wirksam ist die Anwendung am Morgen.
- Lichttherapie Gesicht: 20 bis 30 Minuten täglich vor der Lampe sitzen, während du frühstückst oder liest. Das Licht fällt auf dein Gesicht und signalisiert deinem Körper, dass es Tag ist.
- Tageslichtlampe Decke: Ideal fürs Arbeitszimmer oder Wohnzimmer. Das Licht wird gleichmäßig verteilt, sodass du auch während der Arbeit profitierst.
Woran erkennst du eine gute Tageslichtlampe?
Nicht jede Lampe ist für die Lichttherapie geeignet. Eine normale Zimmerlampe reicht nicht aus, weil sie viel zu wenig Helligkeit abgibt. Während eine herkömmliche Glüh- oder LED-Lampe meist nur 300 bis 500 Lux erreicht, braucht es für eine wirksame Lichttherapie mindestens 10.000 Lux.
Eine gute Tageslichtlampe simuliert also das natürliche Sonnenlicht und gibt diese Intensität gleichmäßig ab. Nur so kann dein Körper die Helligkeit richtig wahrnehmen und den Hormonhaushalt anpassen. Deshalb solltest du beim Kauf unbedingt auf die Lux-Zahl achten.
👉 Tipp: Für den Schreibtisch oder das Frühstück ist eine kompakte Lampe praktisch, während eine Tageslichtlampe Decke den ganzen Raum gleichmäßig ausleuchtet.
Hörbuch-Tipp gegen Panikattacken & innere Unruhe
Hörbuch-Tipp gegen Panikattacken & innere Unruhe
In der dunklen Jahreszeit verstärken sich bei vielen Menschen Winterblues, innere Unruhe und Panikgefühle. Wenn Stress und Lichtmangel zusammenkommen, reagiert das Nervensystem oft über – hier hilft fundiertes Wissen und eine klare Anleitung.
Besonders empfehlenswert: „Hey Panik, komm mal wieder runter! – 21 Wege mit Panikattacken umzugehen“ von Klara Hanstein. Das Hörbuch erklärt verständlich, wie Panik entsteht, was im Körper passiert und wie du dich im Akutfall beruhigst – plus 21 alltagstaugliche Werkzeuge für langfristige Stabilität.
- Akuthilfen für Panikattacken
- Übungen zur Regulierung des Nervensystems
- Strategien für mehr Ruhe und Sicherheit im Alltag
Vitamin D – das Sonnenvitamin für Stimmung & Immunsystem
Wenn die Tage kürzer werden und die Sonne sich kaum zeigt, produziert unser Körper deutlich weniger Vitamin D. Dieses sogenannte Sonnenvitamin ist aber enorm wichtig für gute Laune, Energie und ein starkes Immunsystem. Ein Mangel kann sich durch Antriebslosigkeit, Müdigkeit oder gedrückte Stimmung bemerkbar machen – Symptome, die viele im Winter kennen.
Eine Tageslichtlampe kann helfen, den Hormonhaushalt wieder zu regulieren und die Stimmung zu stabilisieren. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, den Körper von innen zu unterstützen – zum Beispiel mit einem hochwertigen Vitamin-D-Präparat*, am besten in Kombination mit Vitamin K2 und Magnesium, damit der Körper das Sonnenvitamin optimal verwerten kann.
Dein 14-Tage-Licht-Routine-Plan
Um den Winterblues wirklich zu überwinden, ist Kontinuität entscheidend. Mit dieser Routine spürst du nach 14 Tagen meist schon eine deutliche Verbesserung.
Morgens:
20 bis 30 Minuten Lichttherapie Gesicht anwenden, am besten direkt nach dem Aufstehen. Wenn möglich, zusätzlich einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft machen.
Mittags:
10 Minuten ans Fenster oder nach draußen gehen. Falls du im Homeoffice arbeitest, kannst du eine Tageslichtlampe Decke nutzen, um gleichmäßige Helligkeit zu schaffen.
Abends:
Blaues Licht von Laptop oder Handy reduzieren. Optional kannst du die Rotlichtlampe Wirkung nutzen, um Muskeln zu entspannen und dein Einschlafen zu fördern.
Selbsttest: Hast du Winterblues?
Beantworte die folgenden Fragen mit Ja oder Nein:
- Fühlst du dich im Herbst und Winter oft müde und antriebslos?
- Kommst du morgens schwer aus dem Bett?
- Verbringst du den Tag überwiegend in Räumen ohne viel Tageslicht?
- Hast du an grauen Tagen öfter schlechte Laune?
- Spürst du sofort mehr Energie, wenn du draußen Sonne tankst?
Auswertung:
Bei drei oder mehr Antworten mit „Ja“ kann ein Winterblues möglich sein und dir könnte eine Routine mit einer Tageslichtlampe helfen. Bei Fragen wende dich an deinen Arzt.
Dein 14-Tage-Plan als PDF
Damit du sofort starten kannst, habe ich den Selbsttest und den 14-Tage-Routine-Plan als übersichtlichen Guide als E-Book vorbereitet. Du kannst es dir ausdrucken und jeden Tag abhaken.
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Empfehlenswerte Lampen
Wenn du eine passende Lampe suchst, findest du hier einige gute Optionen:
💡Tageslichtlampe* für die tägliche Lichttherapie
💡 Was Studien über Tageslichtlampen sagen
Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Lichttherapie mit Tageslichtlampen Stimmung, Energie und Schlaf-Wach-Rhythmus positiv beeinflussen kann – besonders in der dunklen Jahreszeit, wenn natürliches Sonnenlicht fehlt.
Der IGeL-Monitor bewertet den Nutzen bei saisonaler Depression als tendenziell positiv: Zahlreiche Studien berichten über Linderung von Müdigkeit, gedrückter Stimmung und Konzentrationsproblemen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weist zudem darauf hin, dass Licht über Botenstoffe wie Melatonin und Serotonin direkt das Wohlbefinden beeinflusst.
Fachliche Empfehlungen: Eine Lampe mit ca. 10.000 Lux morgens für 20–30 Minuten anwenden. Diese Intensität wirkt ähnlich wie Tageslicht, unterstützt die Stabilisierung des inneren Rhythmus und kann die Stimmung verbessern.
Quellenhinweis: IGeL-Monitor (Bewertung Lichttherapie bei Winterdepression), Bundesamt für Strahlenschutz (Wirkung von Licht auf Melatonin/Serotonin), klinische Übersichtsarbeiten & Leitfäden zur Lichttherapie.
Gerade im Winter lohnt es sich, besonders achtsam mit sich selbst umzugehen. Wer Signale wie Erschöpfung, Rückzug oder dauerhafte Müdigkeit ernst nimmt, kann früh gegensteuern. Kleine Routinen wirken oft stärker als große Veränderungen.

*Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden wende dich bitte an Fachpersonal. Enthält Affiliate-Links – beim Kauf erhalte ich eine Provision ohne Mehrkosten für dich.
